Lebenslauf

Der aus dem Iran stammende, in Teheran aufgewachsene Nassir Heidarian-Rasty erhielt seine erste musikalische Ausbildung (Klavier, Trompete)  im Alter von sechs Jahren. Während seiner Schulzeit studierte er am Konservatorium Teheran Posaune und Musiktheorie. Nach seinem Diplom im Hauptfach Posaune hatte er die Position des Soloposaunisten im Teheran Symphonie Orchesters inne. Neben seiner Arbeit im Orchester übernahm er die Leitung des Chores des Teheran Symphonie Orchesters.

 

Von 1984 bis 1991 studierte Nassir Heidarian-Rasty Posaune an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Prof. Horst Küblböck. Im Anschluss (1991 bis 1997) folgte ein Dirigierstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz bei Prof. Martin Turnovsky und Arturo Tamayo (sinfonisches Repertoire) und Wolfgang Bosic (Oper).

Nach Abschluss des Studiums Orchesterdirigiern (Diplom 1997, Mag. Art.) folgten Dirigate im In- und Ausland mit verschiedenen Orchestern und Ensembles.

 

Die Richard Wagner Stipendienstiftung Bayreuth ehrte ihn 1999 mit einem Begabtenstipendium.

 

Opern- und Operettenproduktionen führten Nassir Heidarian-Rasty unter anderem an die Grazer Oper (Ensemblemitglied von 1997 bis 2003), die Zürcher Oper, das Schauspielhaus Zürich und das Theater Basel. Exzellente Kritiken erntete Nassir Heidarian mit dem Orchester der Beethovenhalle Bonn, mit welchem er die Oper „Punch and Judy“ von Harrison Birtwistle einstudierte und aufführte.

 

2003 kürte die Zeitschrift "Opernwelt" die Oper "Begehren" von Beat Furrer zur besten Uraufführung des Jahres. Nassir Heidarian oblag die Einstudierung und das Co-Dirigat der im Rahmen der Ruhrtriennale in Bochum und beim „Steirischen Herbst“ in Graz aufgeführten Opernproduktion.

 

Konzerte mit dem Münchner Kammerorchester und verschiedenen kleineren Ensembles (1997/98 Musikalischer Leiter des Ensembles für zeitgenössische Musik „andere saite“) bestimmten zudem den Weg von Nassir Heidarian.

 

Mit dem Teheran Symphonie Orchester (TSO) pflegt Nassir Heidarian eine enge und lange Zusammenarbeit. Im Oktober 2015 feierte er mit dem TSO die von Publikum und Presse gleichermaßen bejubelte Uraufführung der Oper „The Ashura Opera“ von Behzad Abdi. Ein Höhepunkt des Orchesters war das Abschlusskonzert beim International Spring Festival in Shanghai 2016 mit Nassir Heidarian-Rasty am Pult des Orchesters.

 

Seit Mai 2016 ist Nassir Heidarian-Rasty in beratender Funktion der Rudaki-Stiftung (Kulturministerium Teheran) tätig.

 

Seit 2002 widmet sich Nassir Heidarian-Rasty der Ausbildung von Dirigenten und Dirigentinnen. An der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz unterrichtet er Dirigieren,  Partiturspiel für Dirigierstudenten und Filmmusikleitung für Dirigenten. Weiters obliegen ihm die Leitung des Filmmusikorchesters Graz und des Sinfonischen Universitätsorchesters Graz.

 

Neben seiner Unterrichts- und Konzerttätigkeit gibt Nassir Heidarian-Rasty Meisterkurse für Dirigieren, Orchester- und Ensembleleitung in Österreich, Iran, China und Korea.